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A. Zündversteller prüfen:Bearbeiten

Mit Hilfe einer Stroboskoplampe das Polrad im Leerlauf
abblitzen und auf ruhigen Lauf und ruhige Anzeige achten. Sind
z.B. die Federn des Fliehkraftreglers ausgeleiert, zeigt sich
ein zittriges Stroboskop- Bild im Leerlauf (im Extremfall
springt es im Leerlauf von F auf T zurück )
Als nächstes das Filzplättchen auf der Kontaktplatte
überprüfen. Es muß gefettet sein - wenn nicht, kann die Nocke
abnutzen. Eine Einstellung ist bei abgenutzter Nocke nicht
mehr möglich, da die Öffnungszeiten der Kontakte nicht mehr
korrekt sind.
Bei beiden Fehlern sollte der Zündzeitpunktversteller
(Fliehkraftregler) ausgetauscht werden, eine Reparatur ist
nicht möglich.

B. Kondensator prüfen:Bearbeiten

Aufgrund der sehr geringen Kapazität kann der
XT-Zündkondensator nur mit einem speziellen Kapazitätsmesser
durchgemessen werden (0.22mF +/- 10%). Mit einem Multi-Tester
kann lediglich auf Durchgang getestet werden. Ist dies der
Fall, so ist der Kondensator kaputt. Es ist aber eine optische
Prüfung möglich: der Zündfunke an der ausgebauten Zündkerze
muß bei abgezogenem Kondensator deutlich schwächer ausfallen
als bei angeschlossenem Kondensator.

C. Kontakte prüfen:Bearbeiten

Überprüfe die Kontakte auf Pickel- und Kraterbildung. Die
Kontakte können mit feinem Schleifpapier nachgearbeitet
werden. Bei einem Neu-Preis von unter DM 10.00 lohnt sich
diese Arbeit jedoch nur bedingt.
Nun kann der erste eigentliche Zünd-Einstellvorgang erfolgen -
die statische Einstellung:
Als erstes sollten Sie sicherstellen, daß die Schrauben der
Kontaktplatte festgezogen sind. Den Motor soweit drehen, bis
die Kontakte voll geöffnet sind. Den Kontaktabstand mit einer
Fühlerlehre auf 0.35-0.45 mm einstellen. Die Kontakte sind
über Langlöcher auf die Kontaktplatte geschraubt. Eine
Schraube (ggf. beide Schrauben - falls sie sehr fest
geschraubt sind) lösen, die die Kontakte hält. Schraube nicht
zu weit lösen, um eine einfache Einstellung zu gewährleisten.
Die Einstellung erfolgt über Verdrehen der Kontakte auf der
Grundplatte (mittels Schraubendreher in den kleinen Nuten).
Nun die Schrauben festdrehen und erst dann die Einstellung
prüfen.

Statische Zündzeitpunkteinstellung:Bearbeiten


Hier gibt es zwei unterschiedliche Methoden, beide haben Ihre überzeugten Anhänger und Gegner.
Probiere beides aus und entscheide selbst.

  • Staniolpapier, Zigarettenpapier oder eine Blattlehre mit der Stärke 0.03mm zwischen die Kontakte klemmen.
    Vorsichtig am Papier ziehen, dabei den Motor durchdrehen (SW 19mm am Polrad ansetzen, Zündkerze
    rausdrehen hilft !), beim Erreichen der F-Markierung auf
    dem Polrad soll das Papier/Blattlehre gerade eben aus den
    Kontakten rutschen.


* Eine Prüflampe bzw. Glühbirne zwischen den Plus-Pol der Batterie und die Blattfeder des beweglichen Kontakts klemmen.
Sind die Kontake geschlossen, leuchtet die Lampe auf.
Das Polrad Richtung F drehen; steht es auf F, muß die Lampe gerade ausgehen.
Achtung: Nur selten erreicht man mit der statischen Einstellung eine optimale Zündeinstellung.
Die mittlerweile in die Jahre gekommenen Fliehkraftversteller sorgen gern für ungewöhnliches Verstellverhalten . Und das merkt man natürlich nur mit Blitz.
Ausserdem ist der "wichtigere" Zündzeitpunkt der, der bei mehr als 3500/min anliegt.
Zur Fehlersuche ist die Blitzlampe also unverzichtbar.

Deswegen sollte nach der statischen die dynamische Einstellung mit einer Stroboskoplampe (Lichtblitzpistole) erfolgen. Die Stroboskoplampe sollte für 6V ausgelegt oder eine hochwertige 12V-Ausführung sein. Daneben gibt es auch Fahrzeugstrom-unabhängige Lichtblitzpistolen.
Die Stromversorgung und den Induktionsnehmer laut Herstellerbeschreibung anschließen.
Den Motor anlassen (sollte nach guter statischer Einstellung kein Problem sein) und Polrad/Frühverstellung abblitzen.
Bei Leerlaufdrehzahl muss die T-Markierung mit der Ecke auf dem Motorgehäuse übereinstimmen.
Bei Erhöhung der Drehzahl muss die F-Marke dorthin wandern und dort bleiben.
Verstellung beginnt: 2250 +/- 150 U/min
Verstellung beendet: 3000 +/- 200 U/min
Verstellbereich: 20° +/- 3°
Frühzündung: 27° +/- 3°

Kontrolle der Zündspule:Bearbeiten

Primarspule: 0.75 Ohm
Sekundärspule: 5.7 kOhm

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