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Problem
die Lagerstelle für das Radlager an meiner Hinterradnabe ist schon ziemlich stark aufgeweitet. Lagerkleber oder rundherum mit Körnerschlägen das Lager wieder fest zu kriegen sind inzwischen keine Lösung mehr.
Ein paar Lösungsvorschläge:
1. Es gibt dünnwandige Folienbuchsen, die eine gute Motorenwerstatt eigentlich kennen und haben sollte. Ansonsten habe ich bis zu 3/10mm gute erfahrungen mit Loctite 638 oder 648 gemacht. Für noch grössere Spalten gibt es alugefüllte Sorten, die halten alle super, auch an höchstbelasteten Lagerstellen.
Was das Einspannen angeht: Es gibt genügend grosse Drehbänke, aber ich kenn niemanden mit sowas. Ich speiche meine Naben immer aus, das geht nur beim ersten Mal recht mühsam...
2. Lass Dir das nächstgrößere Lager einsetzen, falls die Dünnwandbuchse nicht erhältlich. Innendurchmesser derselbe, geringfügig größer außen und in der Bauteilhöhe.
Ausspeichen und mit Außen-Backenfutter spannen. Prüffläche für Meßuhr ist der entgegengesetzte Nabendurchmesser. Bei der Gelegenheit kannst Du auch gleich noch bei Bedarf die Trommel ausdrehen oder nach umspannen den Kettenradträger instandsetzen.
Du mußt aber die Lagerabstandshülse auch noch um das Mehrlagermaß verringern.
Gießereien vefügen über große Drehbänke, mit denen man auch unausgespeichte Räder bearbeiten kann. Nachteil: Spannpunkte zu finden, bei denen das Rad sowohl fest sitzt als auch lagergenau läuft. Außerdem sind die Stundensätze für solch eine Maschine soooo hoch, daß sich unter berücksichtigung der Rüstzeit wahrscheinlich das Aus- und Wiedereinspeichen (in Eigenleistung) lohnt.
Der Einwand der Werkstätte ob der Wanddicke ist dann berechtigt, wenn die Buchse eingeschrumpft wird und somit die Buchse auch eine gewisse Mindestwandstärke haben muß. Beim (neuen) 47er Lagerdurchmesser aber kein Problem.
Die Kosten sind abhängig davon, ob das eine(r) nebenher macht nach Feierabend oder ob die Arbeit während der Tagesproduktion Teil der Maschinenauslastung ist.
In Geldwert ausgedrückt, heißt das eine Spanne von 20 Euro bis 80 Euro (nur für Lagersitz)
Problematisch an der ganzen Arbeit ist das Aufspannen, weil durch die Betriebszeit die Kettenradträgeraufnahme nicht mehr als Aufspannfläche zu gebrauchen ist.
Das mit dem Einkleben ist eine gute Idee, hat aber den Nachteil, daß Du wahrscheinlich keinen Anhaltspunkt hast, welche Lagerwandung denn noch nicht ausgeschlagen ist bzw. in welcher Position das Lager denn nun in seiner Wackelei eingeklebt werden muß.
Ich habe meinen Lagersitzschaden bei Erkennen mittels einer rundum eingeschlagenen Fühlerlehre instandgesetzt und später, als sich das Improvisorium auch wieder verschlisssen hat, mittels dem Lager mit 17innen, 47 außen und derzeit unbekannter Höhe instandgesetzt, Bis heute ohne Probleme.
Ich rate dir also zum Ausspeichen des Rades und zur Runduminstandsetzung, denn wenn die Nabe ohnehin schon aufgespannt ist, sind die paar Minuten Meißelwechsel und Trommelausdrehen beispielsweise eine günstige Sache. Ich habe bisher jede meiner Naben am Außendurchmesser gespannt, also da wo die Speichen durchkommen, weil diese Fläche eine der wenigen bearbeiteten Flächen des Gußteiles ist.

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