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Bremsbeläge perfekt wechseln
(von xtcie)
Alle Bremsbauteile auseinander und ordentlich vom Staub und altem Fett reinigen. Nicht mit den Fingern oder fettig/öligen Lappen in die Bremstrommel. Der Guß nimmt das Fett auf und läßt es nicht mehr raus aus den Poren. Zum Entfetten / säubern am besten Aceton oder Bremsenentfetter nehmen (stark gesundheitsschädlich (macht Kopfweh) nach Hautkontakt und nach Einatmen). Öfters Hände ordentlich waschen wegen etwaiger Fettrückstände, Bremsbeläge einbauen und mit einem Eddingstift die Bremsbeläge markieren mit V(orne) und H(inten) jeweils in Fahrtrichtung gesehen und so, daß man es im eingesetzten Zustand lesen kann. Das ist wichtig für künftige Bremsarbeiten.
Dann mit Bleistift "so einige "X"e über die Beläge drüberbleistiften", in die Trommel damit und Achse durch. In irgendeiner Position den Hebel anschrauben und mit der einen Hand betätigen und mit der anderen Hand die Bremse drehen. Dann Bremsbeläge anschauen und da wo die Bleistiftstriche nicht mehr sichtbar sind, mit einem groben Schleifpapier gefühlvoll abschleifen. Von Hand selbstverständlich und am besten in gemütlicher Sitzposition, weil diesen Vorgang macht Du solange, bis fast der ganze Belag "trägt". Und immer schon Bleistiftstriche malen.
Dann die Bremse und das Rad provisorisch "endmontieren". Und das Rad in dieser "festgeschraubten" Position wieder drehen unter Betätigung des Bremshebels. Rad wieder ausbauen in der Hoffnung, daß dieser Schleifvorgang der endgültige sein wird. Mit einer groben Feile die Fase, sofern noch nicht werksseitig angebracht, anbringen. Muß nicht weltbewegend sein, halt fürs gute Gewissen.
Belag und Trommel nochmal reinigen und die zylindrische Bremsnockenlauffläche mit Lagerfett fetten. Nix anderes, denn es ist wichtig, daß der Reibungskoeffizient gering ist und die Schmierfähigkeit trotzdem hoch.
Alles ordentlich zusammenbauen und zum Schluß den Filzdichtring (bei HiRaBremse) gefettet einsetzen und (bei Deiner Ausführung hast Du noch ein Belagsdickenanzeigeblech) das Anzeigeblech einsetzt. Dann den Bremshebel über die erste Verzahnungsreihe schieben. Dabei rutscht der Bremsnocken wieder etwas rein, weswegen Du den Hebel im Anschluß an diese Beobachtung etwas verkantet halten wirst und dann den Bremsnocken wieder rausziehen. Peilen wo der Hebel sitzen soll, Flachschraubendreher in den Verzahnungsschlitz und den Hebel gefühlvoll über die restliche Verzahnung schieben. (Das geht, ist nur Übungssache). Wenn es wieder etwas reinrutscht ist es auch nicht soo tragisch, das zieht sich mit dem 6mm-Schraubbolzen wieder richtig. Aber gepfuscht ist leicht, ein Versuch auf Ordentlichkeit muß schon sein.
Der Belag sieht ja nun mikroskopisch so etwas "haarig" aus, das bremst sich aber nach kurzer Zeit ein. Allerdings mit dem Nebeneffekt, daß die Bremse in dieser Zeit etwas schlecht anspricht, nicht zu sagen "länger wird" Also ordentlich einstellen und bei Bedarf nachstellen.
Wichtig ist freilich auch die Rundheit der Trommel. Je besser eine Bremse bremst, als umso größer erachte ich die Gefahr, daß man bei einer Kurzbremsung nur immer einen Teil des Bremsumfanges belastet und das ganz erheblich. Da wird das Trömmelchen schnell oval, ganz bischen nur aber da schleift von nunan immer der Belag und verglast und ruckelt und man kann sich auf die Bremse dann nicht so verlassen.

Wem das zu heftig ist, der macht es wie Frank M:
Bei einer verzogenen Trommel kannst du noch so lange an den Belägen rumfeilen, damit bekommst du keine befriedigende Einstellung hin. Fast alle Zubehörbeläge sind heute an den Enden schon angefast.
Um ein schnelles Einschleifen des Tragbildes auf den ersten Kilometern zu erreichen, funktioniert das auch so: Alte Beläge raus und Trommel und Deckel sauber machen. Bremsnockenwelle im Deckel mit Fett und an den Berührungspunkten zu den Backen sparsam mit Kupferpaste schmieren, um mechanische Leichtgängigkeit sicherzustellen (und komm mir jetzt keiner mit "das Fett oder die Paste kocht an die Beläge").
Trommel mit 80er Schmirgelleinen ausschleifen, Tragfläche der Beläge auch damit anschleifen. Beläge montieren und das Rad einbauen.
Sehr wichtig ist die richtige Einstellung der Bremse. Um die Beläge richtig zur Trommel auszurichten, ist es hilfreich die Radachse bei gezogener Bremse anzuziehen. Der Bremshebel sollte so auf der Verzahnung der Bremsnockenwelle sitzen, dass in etwa ein rechter Winkel vom Hebel zum Bowdenzug entsteht, wenn die Bremse bremst.
Durch die relativ rauhen Oberflächen schleifen sich die Beläge zügig ein und ergeben ein gutes Tragbild. Nach der ersten Fahrt die Bremse am Bowdenzug nachstellen. Wenn man zum Einbremsen der Beläge nicht gerade eine Passabfahrt wählt, verglasen die (zumindest die von mir bisher verwendeten) Beläge auch nicht.

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